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Geriatrische Versorgung auch in Suhl

Seniorenbeirat fordert Geriatrie-Versorgung für Suhl: „Es geht um Hilfe von Anfang an“

Ein veröffentlichter Artikel des Seniorenbeirates in der Suhler Ausgabe des Freien Wortes am 20.09.2016.


In die Diskussion um eine geriatrische Station für das SRH Zentralklinikum Suhl schaltet sich nun auch der Suhler Seniorenbeirat ein. Sein Vorsitzender, Rüdiger Müller, findet die Argumente der Landesregierung nicht nachvollziehbar und fordert schon seit Jahren eine spezielle geriatrische Versorgung für kranke, ältere Menschen im Zentralklinikum. Herr Müller ist als einstiger Sozialbürgermeister der Stadt Suhl heute ehrenamtlicher Patientenfürsprecher im Klinikum und damit der Anwalt der dort versorgten Bürger.
„Der Fakt heute ist der“, wird von Herrn Müller betont, „dass immer mehr und immer ältere Patienten in den vielen Fachabteilungen des Suhler Zentralklinikums versorgt werden. Diese haben meist nicht nur verschiedene Krankheiten sondern auch die Sorge, ihre oft ohnehin schon eingeschränkte Selbständigkeit zu verlieren. Das erfährt er in zahllosen Gesprächen im Klinikalltag. Deshalb halten wir es für klug, wenn die verschiedenen Fachkliniken mit den Altersmedizinern von Anfang an eng zusammenarbeiten und sich im Sinne der Patientinnen und Patienten ergänzen“, sagt Müller und spielt damit darauf an, dass die Geriatrie in Südthüringen erst dann anfangen darf, wenn die Fachbehandlung im Zentralklinikum abgeschlossen und der Patient verlegbar ist. „Wir haben uns im Seniorenbeirat eingehend damit beschäftigt. Einige große Kliniken in Thüringen dürfen Geriatrie quasi von der ersten Minute aus anbieten, z.B. in der Landeshauptstadt, da klappt das seit Jahren, warum eigentlich nicht auch für uns Suhler?“
Dabei ginge es freilich nicht nur um die Suhler, denn die Patienten kämen ja aus der ganzen Region, so z.B. auch aus dem Ilmkreis, Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg. Wenn diese nach der Behandlung im Zentralklinikum dann noch in die einzige Geriatrie in Südthüringen verlegt werden, werden der Weg und damit der Besuch für die meist selbst älteren Angehörigen noch schwieriger.
Dabei betont der Seniorenbeirat, dass sich seine Initiative ausdrücklich nicht gegen die Fachkliniken richtet, die ausschließlich Geriatrie machten: „Eine Fachklinik wie die in Meinigen kann großartiges für all diejenigen leisten, die in den Genuss einer Behandlung dort kommen. Wir möchten sie nicht missen. Aber dass das große Zentralklinikum für seine immer mehr und immer älteren Patienten auch eine Altersmedizin braucht, darf man doch nicht vergessen. Wo kommen denn die Notfälle und Schwerkranken zunächst mal hin?“ Herr Müller ist nach langjähriger Beschäftigung mit dem Thema überzeugt: „spezielle altersmedizinische Behandlung von Anfang an und in Wohnortnähe ist entscheidend“.

 

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